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Modellbau

Der Beruf des Modellbauers unterteilt sich in zwei Fachrichtungen: Produktionsmodellbau und Anschauungsmodellbau.

Die Aufgabe der Modellbauer besteht darin, nach Konstruktionszeichnungen, Skizzen, Vorlagen und Bildern Produktions- und Anschauungsmodelle zu bauen. Hierbei müssen vom Produktionsmodellbauer alle form- und gießtechnischen Notwendigkeiten, aber auch die maschinellen Voraussetzungen für die Formherstellung oder das Umformen sowie die speziellen hochdruck- und wärmetechnischen Anforderungen beim Dauerformenbau für die kunststoffverarbeitende Industrie berücksichtigt werden. Vom Anschauungsmodellbauer wird großes Einfühlungsvermögen in die oft unvollständigen Auftragszeichnungen und Pläne erwartet. Sehr gute Kenntnisse der Oberflächenbehandlung sind wegen der naturgetreuen Darstellung aller Anschauungsmodelle erforderlich.

Als Werkstoffe werden vom Modellbauer Holz, Kunststoff, Leichtmetalle, Nichteisenmetalle, Gusseisen und Stahl, synthetische Stoffe, z.B. Acrylglas, verarbeitet. Daneben werden viele Halbfertigteile, Hilfsmittel und Farben zur Herstellung von Modellen benötigt. Die Grundlage für den Modellbau bilden die in den Konstruktionsbüros gefertigten Werkstattzeichnungen. Nach diesen Vorlagen gestaltet und baut der Modellbauer in der Modellbauerwerkstatt die Modelleinrichtungen, die Urmodelle und Dauerformen aus unterschiedlichstem Material.